zu Tage – Forschung

PREMIERE im Mai 2024 in Essen, im Oktober in Düsseldorf, im November in Mülheim an der Ruhr.

Termine

Musik inspiriert von Catherine Lamb, Hildegard von Bingen, Simon Steen Anderson

Improvisation

mit

Lara Süß – Gesang, Performance

Francesco Matejcek – Stimme, physical theatre

Robert Beck – Klarinette, Performance

Daniela Petry – Kontrabass. Performance

Matthias Geuting – Orgel, Casio-sa46, Performance

Frauke Meyer – szenische Beratung

 

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In unserer hektischen, lauten Welt ist die Suche nach Ruhe oft ein Akt der Rebellion, eine Ironie, die uns dazu bringt, über die subtilen Nuancen und das Potenzial dieser vermeintlichen Abwesenheit von Aktivität nachzudenken. Ruhe nicht als Stille gedacht, sondern als eine Sortiertheit einer Sache wird nach außen zur vollkommenen Klarheit.

Zwischen Mikrotonaler Schwebung und flirrendem Free Jazz, impulshafter Kontaktimprovisation und dezidierter klein – Choreographie entsteht Episoden mit Ruhe. Jeder kennt in seiner Autobiographie Punkte, in denen das Chaos größtmöglich war und wo man versucht hat die Dinge zu bündeln, zu überblicken, zu einer Ruhe oder Friedlichkeit zurückzufinden. In einer Zeit wo dieses Gefühl auch auf der Weltbühne passiert und andersherum zunehmend im konfuzianischen Sinne in kleisten Gruppen der Gesellschaft, muss man doch einiges festhalten: die Ruhefindung erfolgte oft durch einen Anstifter der es gut meint, manchmal machen alle mit und manchmal sind sie dagegen.

„Zu Tage“ ist unser Prozess, mikrotonalität in Kontexte zu setzen.
Durch Bewegung, Klang und visuelle Darstellungen schaffen wir einen Raum, der sowohl Frieden als auch Angst, Gelassenheit und Einsamkeit in sich trägt. Wir dehnen die Vorstellung von Zeit und Raum aus, laden ein, sich in einem Moment zu verlieren und sich intensiv mit Ihrer Umgebung auseinanderzusetzen.

„Forschung“ ist eine kritische Reflexion über die übermäßige Stimulierung unserer Welt, eine Perspektive auf das oft unterschätzte Konzept des „immer neu sortierens“.

 

„zu Tage – Forschung“ wird unterstützt durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, sowie den Labor519 gem.V.